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Montag, 6. Januar 2014

Von Pakse nach Ubon Ratchathani

Bald aufstehen heisst es heute wieder mal. Mein Motorrad-Tuk Tuk holt mich schon um 7:30 vom Guesthouse ab um mich zur Busstation zu bringen.

Pakse von der Brücke aus gesehen

 
Grenzübergang

Um 8:30 gehts dann los zurück nach Thailand. Interessant finde ich, wie der Grenzübergang geregelt ist: Der Bus bleibt in Vangtao stehen, lässt alle Passagiere aussteigen und fährt mit dem Gepäck leer weiter. Ich hole mir den Ausreisestempel von den laotischen Behörden und marschiere zu Fuss über die Grenze. Bei den thailändischen Behörden muss ich wieder die übliche Ein-/Ausreise-Karte ausfüllen. Dann wird mein Visum gecheckt und ich bekomme wieder ein paar Stempel in meinen Reisepass. Diesmal darf ich bis 5. März im Land bleiben.

Ubon Ratchathani

Ankunft

Gegen Zwölf Uhr erreicht der Bus die 4 km nördlich gelegene Busstation wo ein Thai recht energisch Werbung für ein Songtheaw macht. Auch auf meine Frage, wo der Bus den hin fährt (es gibt laut Reiseführer an die 20 fixen Linien) bekomme ich nur "Ok, 10 Baht, Ok, Ok" zur Antwort. Ich steige mal ein - Ich weiss zwar nicht, wo ich hin fahre, aber es ist zumindest billig.

Ich schaffe es auch gerade zum richtigen Zeitpunkt den Klingelknopf im Songtheaw zu drücken um noch beim Springbrunnen vor der grossen Brücke über den Mae Nam Mun Fluss aussteigen zu können. Von dort ist es nicht weit zum Sri Isan Hotel (450 Baht / 11 Euro) bzw. zum New Nakornluang Hotel (170 Baht / 4 Euro). Warum letzteres "New" im Namen hat ist mir ein Rätzel, denn es ist ziemlich schäbig. Für eine Nacht für mich aber völlig ok.

Wat Thung Si Muang

Da meine Hotelzelle äh -Zimmer nicht besonders viel her gibt, mache ich mich zu Fuss auf die Stadt zu erkunden. Vor dem Wat Thung Si Muang passiert dann leider das, was die letzten zwei Monate jeden Tag vermutlich 100 mal passieren hätte können: Ich stosse mit der grossen Zehe gegen irgendetwas Hartes/Scharfes am Boden. Später, im Hotel begutachtet, ist die Wunde ein 1,5 cm langer und 5 mm breiter/tiefer Schnitt und gar nicht mal so angenehm. Ich werde es aber überleben. Also Zähne zusammengebissen und in den Tempel rein gehumpelt.







In einem der Gebäude werden kostbare Schriften auf Palmenblättern aufbewahrt. Um diese vor Termiten zu schützen, steht das Gebäude auf Stelzen in einem Teich.




Wat Jaeng

Weiter im Norden komme ich am Wat Jaeng vorbei, der jetzt nichts besonderes zu bieten hat. Etwas später kauf ich mir Mittagessen in einem lokalen Stand wo es keine Karte gibt und niemand Englisch spricht. Ich schaffe es nicht, meine Nudelsuppe ohne Fleisch zu bestellen, dafür gibt es (wie ich es von Laos kenne) jede Menge frisches Grünzeug, das ich mir selber in die Suppe geben kann, dazu.





Wat Phra That Nong Bua

Trotz meines verletzten Zehs bin ich neugierig und nehme die 2,5 km Fussmarsch nach Norden auf mich um den Wat Phra That Nong Bua zu besuchen.

Schon etwas irritiert, da ich in meiner Karte nicht zurecht finde (die Strasse müsste eigentlich anders heissen - oder wo anders sein) kaufe ich mir in einem 7 Eleven Markt was Trinken und frage mal nach. Die Verkäufer tuscheln untereinander, der dem Englisch am Kundigsten erklärt mir den Weg und ich marschiere weiter.

Schon auf der nächsten Kreuzung fragt mich ein junger Thai am Mofa ob ich zu dem Tempel möchte. Der hat scheinbar die Unterhaltung im Markt mitbekommen und bietet mir an, mitzufahren. Ich nehme sein Angebot an und er fährt mich direkt vor den Eingang des Tempels und will noch nicht einmal Geld annehmen dafür. Sachen gibts...

Der einzige viereckige Chedi in der Provinz Ubon ist 55 m hoch, wurde über über einen älteren Chedi drüber gebaut (ok, die einzigen zwei Chedis ;-) ) und beide sind sehr beeindruckend. Jede Menge Gold und schön gearbeitete Reliefs.

 

 







 

 










Thung Si Meuang

Zurück in die Stadt komme ich bei einem Sportplatz vor schöner Kulisse vorbei.





Dann bin ich aber wieder an der stark befahrenen Hauptstrasse und winke mir daher ein Songtheaw heran um in die Stadt hinein zu kommen. Ich steige beim Thung Si Meuang Park aus und schaue mir den Kerzenfest-Umzugswagen und den San Lak Meuang Stadtsäulenschrein an. Dann reichts für heute und ich schaue zurück in meine Unterkunft.

Kerzenfest-Umzugswagen


Open-Air Fitness-Studios gibt es hier öfter mal wo

San Lak Meuang Stadtsäulenschrein
Am Abend hätte ich gerne noch eine Runde gedreht, aber schon um Acht ist die Stadt wie ausgestorben. Sehr untypisch, dafür komme ich so zumindest mal etwas früher ins Bett.

Freitag, 27. Dezember 2013

Vientiane - Savannakhet - Pakse (und diverse Herausforderungen)

Gestern Abend um 20:30 ist es los gegangen: Meine Reise mit dem Nachtbus nach Savannakhet.

Savannakhet

Ich teile mir mit einem jungen Thai eine ungefähr 1,80 Meter lange und 1,20 m breite Schlafkoje. Schon allein aus Platzgründen schlafe ich nicht besonders viel. Dazu kommt, dass der Bus um 4 Uhr früh in Savannakhet ankommt und sowohl vorher schon Stationen anfährt, als auch danach weiter fährt. Da diese Uhrzeit auch nur eine Richtzeit ist, muss ich bei diversen Stationen nachfragen (gibt ja auch kaum Schilder in Englisch), ob ich da jetzt raus muss.

Ich komme gegen 5 Uhr an der Bushaltestelle zwei Kilometer nördlich vom Zentrum an. Übernächtigt und in der nächtlichen Kälte ist die Tuk Tuk-Fahrt zum Guesthouse auch nicht wirklich ein Spass. Dort angekommen, stehe ich erst mal vor einem abgesperrten Tor. Wenig später kommt dann doch jemand um mir aufzusperren und mir dann zu erklären, dass es nur Einzelzimmer für 90000 Kip gibt. Für mich ein wenig überzogen der Preis, daher marschiere ich (trotz der Umstände) weiter. Statements müssen manchmal auch gesetzt werden, wenn es unbequem ist.

Ich stolpere ziemlich orientierungslos und im Halbschlaf weiter durch eine ziemlich verwirrende Stadt (naja eher ein Kaff) und finde eine zweite Unterkunft, die ebenfalls weder freundlich, noch preiswert ist.

Da es in Savannakhet nicht besonders viel zu sehen gibt, die Strassen alle in schlechtem Zustand sind und mich auch der unfreundliche Empfang etwas in meiner Neugierde dämpft, beschliesse ich, diese Stadt auszulassen. In der Zwischenzeit ist die Sonne auch aufgegangen, was es mir um einiges erleichtert, die Bushaltestelle im Norden zu finden (wobei ich mir für den letzten Kilometer doch ein Tuk Tuk leiste).

Pakse

Um 9 Uhr geht der nächste Bus nach Pakse (für 40000 Kip / 4 Euro) der wieder mal die übliche Ausstattung hat: Die regulären 45 Sitzplätze und kleine Plastikhocker, die im Gang noch zusätzlich aufgestellt werden. Gegen Ende der Fahrt stehen auch noch ein paar Leute zwischendrin im Bus. Ich hab mal so an die 65 Leute gezählt. Der Bus bleibt natürlich auch an jeder Hundehütte stehen um Leute ein/aussteigen zu lassen. Oft sind diese Leute vom Markt und wollen nur ihre Waren (Hendl, Fisch und irgendwas Undefinierbares, jeweils auf Holzstecken) verkaufen (was natürlich dazu führt, dass der Bus nicht weiter fährt, bis alle Transaktionen abgeschlossen sind). Etwas geschickter machen es da ein paar andere Markt-Mädel: Die brüllen immer wieder ihre Angebote beim den offenen Fenstern rein. Die Passagiere an den Fensterplätzen bekommen damit die Aufgabe Bestellungen, Geld und Waren zwischen den beteiligten Parteien hin- und her zu reichen.


Wäre ich nicht hundemüde, würde mich das ganze Schauspiel ein wenig mehr amüsieren. Nach 6-7 Stunden, also irgendwann am Nachmittag erreiche ich die "Busstation" von Pakse. Mir und ein paar anderen Touristen wird erklärt, dass wird hier jetzt mitten auf der Strasse aussteigen sollen. Ich teile mir mit zwei Deutschen ein Motorrad Tuk Tuk (so was ähnliches wie eine Beiwagenmaschine). Im Sabaidee 2 Guesthouse scheitert es wieder mal an der Kombination aus Zimmerausstattung, Preis und Freundlichkeit bzw. Verhandlungsbereitschaft. Da Wikitravel sowieso eher (wegen Bettwanzen) abrät, ziehe ich weiter.

Bankomatenwahnsinn

Da ich auch kaum noch Bargeld habe, mache ich (trotz Gepäck und Schläfrigkeit) einen Abstecher auf der Road 13 (ja, die heisst so) zum nächsten ATM (=Geldautomaten). Keiner der drei Automaten spuckt Geld aus. Dafür breche ich in einem unkonzentrierten Moment beim Aufnehmen des Rucksacks meine Bankomatkarte. Genauer gesagt, nach dem ersten Bankomaten. Ich weiss also nicht, ob die anderen beiden nicht funktionieren, oder ich meine Karte ruiniert habe. Der Bruch geht immerhin über den Magnetstreifen.

Ich gebe also auf und gehe weiter zum Nang Noi Guesthouse, das sich auf der Road 5, hinter der Road 13 (der Hauptstrasse) befindet. Das ist zwar in diesem Moment (vielleicht verständlich) nicht mein erster Eindruck, aber dieses Guesthouse verdient echt eine Empfehlung: Der Chef ist verhandlungsbereit, hat Hausverstand, ist zuvorkommend und schafft es (im Gegensatz zu den meisten Asiaten, denen ich bisher begegnet bin) seine Aufmerksamkeit so lange (auch bei Unterbrechungen) beim Thema zu belassen, dass ich mich gut beraten fühle. Preiswert ist es übrigens auch, daher lohnt sich reservieren, da es oft ausgebucht ist.

Da ich nicht mal die erste Nacht bezahlen kann, mache ich mich wieder auf den Weg zu den nächsten Bankomaten (mit der immer noch kaputten Bankomatkarte). Bei der nächsten Dreiergruppe Bankomaten bekomme ich wieder kein Geld und mir wird schön langsam ziemlich mulmig. Ich habe letztendlich dann insgesamt 7 Bankomaten ausprobiert, bis ich an einem Geld bekommen habe. Lag also doch nicht an der Karte (wie ich jetzt, etwas später weiss). Welcome to Laos!

Jetzt wieder etwas entspannter, mache ich mich frisch, leiste mir eine Massage und gehe Essen. Das Dok Champa Massagestudio ist sehr professionell und die Masseure leisten gute Arbeit. Der Masseur quält (nein, es ist nicht wirklich angenehm) mir ordentlich die Verspannungen der letzten beiden Tage aus dem Rücken und ich fühle mich nachher wieder fast wie ein Mensch. Nur noch eins fehlt jetzt: Schlafen!

Donnerstag, 26. Dezember 2013

Ausflug zum Buddha Park

Heute wird wieder mal ein Mofa ausgeliehen, denn es geht weiter raus aus der Stadt.

Buddha Park

Nach ungefähr (einer Stunde und) 25 km auf teilweise sehr schlechten Strassen (kein Asphalt, grober Schotter, Steine, massiver Verkehr) bin ich beim Buddha Park angekommen. Dort bezahle ich 5000 Kip für mich und nochmal 3000 Kip für meine Kamera Eintritt und dann kanns auch schon los gehen.

Im Endeffekt ist der Park ein kleines Grundstück mit jeder Menge, teils sehr kitschiger, Betonfiguren diverser Gottheiten in unterschiedlich gutem Zustand. Um mir gleich einen Überblick zu verschaffen, betrete ich die erste Figur durch den Mund und gehe innen drei Stockwerke nach oben. Von dort habe ich eine gute Aussicht über den ganzen Park. Innen sind im Dunkeln unter einer massiven Staubschicht einige Figuren in ziemlich schlechtem Zustand zu "bewundern".












Dann drehe ich unten eine Runde durch den Park, was im Endeffekt sehr schnell geschehen ist, da das Areal nicht gerade gross ist.

















Wat Pan Man Tempel

Kurz vor Erreichen von Vientianne sehe ich rechts einen Tempel, bei dem ich kurz Halt mache und auch ein wenig mit einem Mönch ins Gespräch komme.













Hier wird auch gerade ein neuer liegender Buddha gebaut und ich finde es sehr interessant, wie so ein Projekt angegangen wird.

(Wat) Sisaket Museum

Dann leiste ich mir heute wieder 5000 Kip Eintritt für den Wat Sisaket (gegenüber vom Wat Ho Phra Keo wo ich gestern war) der ebenfalls ein mittlerweile ein Museum ist.






Namenloser Tempel

Ich mach noch einen kleinen Umweg bevor ich nach hause fahre und besuche noch diesen Tempel, der leider wieder mal keinen (für mich erkenntlichen) Namen zu haben scheint. Damit endet meine Zeit in Vientianne, denn es geht heute Abend noch mit dem Nachtbus (für 145000 Kip / 15 Euro) weiter nach Savannakhet. Aber das ist eine andere Geschichte.