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Freitag, 3. Januar 2014

Pakse Reloaded

Zuerst mit Fähre, dann mit Bus geht es von Don Khon zurück nach Pakse wo wir wieder in unser altbewährtes Nang Noi Guesthouse einziehen und uns ein Mofa für heute Nachmittag und morgen ausleihen. Der Boss dieses Guesthouses ist echt ein Wahnsinn: Verhandlungsbereit, zuvorkommend und wirklich bei der Sache (was nicht so oft vorgekommen ist bisher in Laos). Wer also ein angenehmes, sauberes Zimmer zu absolut fairem Preis UND guten Service haben möchte, schaut dort vorbei.

Buddha am Berg

Wir satteln also unsere Mofas, fahren den Mekong entlang und queren diesen über die Brücke im Süden. Ein Stück weiter parken wir unsere Mofas (gegen 3000 Kip / 30 Cent Gebühr) und machen uns an den Aufstieg über unzählige Stufen.





Oben angekommen geniessen wir erst mal die Aussicht über Pakse, klettern über die Baustelle rund um den grossen Buddha nach oben und entdecken zwei Dinge:
  1. Wir hätten hier auch irgendwie mit dem Mofa rauf fahren können (und hier oben wird keine Parkgebühr eingehoben)
  2. Es gibt hier noch sehr viele weitere, kleinere Buddha-Figuren und einen Tempel














Kurz vor Dämmerung machen wir uns wieder an den Abstieg und kehren in die Stadt zurück. Dort schaffen wir es noch, bevor es ganz Dunkel ist, zwei weitere Tempel zu besuchen. Diese sind zwar (nach dem, was ich bisher so gesehen habe) nichts Spektakuläres, wir kommen aber dennoch jedes mal mit den jungen Mönchen und Novizen in Kontakt. Bei einem Tempel waren die Jungs ganz scharf darauf, mit ihren Handies von ihnen mit mir gemeinsam ein Fotos zu machen. Normalerweise wär es vermutlich eher umgekehrt.

Damit geht auch dieser Tag zu Ende und da wir morgen eine grosse Tour haben geht es heute früh ins Bett.

Donnerstag, 2. Januar 2014

Die Toll Troll Challenge

Das Risiko ist hoch, wir sind immer noch im Rennen. Ich wollte es ja eigentlich save spielen heute und am Mekong-Ufer Essen und Chillen und morgen einfach die Insel verlassen und einen Astreinen Sieg verbuchen.

Bis Mittag ist mir das auch ganz gut gelungen, aber Jimmy lässt nicht locker und möchte heute noch etwas unternehmen. Drum setzen wir unsere Erfolgssträhne gegen Mittag doch noch einmal aufs Spiel und machen eine kleine Inseltour zu Fuss. Natürlich mit dem vollen Bewusstsein, dass uns dabei die Toll Trolls (die, wie schon erwähnt, bisher erfolglos bei uns Gebühren für Brücke bzw. Wasserfall einheben wollten) auf den Fersen sind und wir damit die Glückssträhne der letzten Tage in einen fatalen Verlust verwandeln könnten.

Die Einsätze sind hoch und daher bewegen wir uns nur sehr vorsichtig auf abgelegenen Wegen und immer im Schutz des nahe gelegenen Grüns. Zwei Stunden später sind wir von der Nachmittagssonne ordentlich geschafft und fahren unseren klaren Sieg über die Toll Trolls ein. Das wird natürlich mit deinem ordentlichen Abendessen gefeiert!


Termiten"hügel" - schon ein ordentliches Teil...


Es gibt sogar eine zweite Lokomotive auf der Insel - Die steht hinter der Brücke zu Don Det


Mittwoch, 1. Januar 2014

Kajak-Tour um die 4000 Islands

Nach einem ziemlich überflüssigen frühen Frühstück geht heute das Abenteuer schon recht bald los.

Die Anfahrt

Überflüssig desswegen, weil es noch eine ganze Weile dauert, bis es wirklich los geht: Die planmässige Abfahrt von Don Khon um 8 Uhr ist schon mal verzögert. Ich hab dann das zweifelhafte Vergnügen, mit einem alten Mann (und einem fast gleich alten Motorrad) in etwas mehr als Schrittgeschwindigkeit nach Don Det gekarrt zu werden. Er fährt vermutlich so langsam, weil wir bei jeder noch so kleinen Unebenheit aufsitzen - die Federn des Motorrads werden nur mehr durch guten Willen zusammen gehalten und ich hab halt mal über 100 Kilo. Abschnittsweise hab ich das (durchaus reale) Gefühl, dass wir jeden Moment im Stehen seitlich umfallen werden.

Irgendwann kommen wir dann doch auch am Pier in Don Det an. Dort gibt es ein zweites Frühstück (im Preis inklusive) von dem wir aber nichts gewusst haben. Angenehme Überraschung, das erste Frühstück hätten wir uns damit aber dennoch sparen können.

Wenig später werden Dry Bags, Paddel und Schwimmwesten ausgefasst und die Kajaks verteilt. Es sind zweipersonen Kajaks zum oben drauf sitzen und nach ausführlicher Erklärung der "excellent English speaking Guides" ("You! Find Friend!") haben Paul und ich einen neuen Freund gefunden - nämlich jeweils den anderen. Und so teile ich mir mein Kajak mit einem (englischen) Englischlehrer, der in Japan lebt und ungefähr meine Statur hat. Das "Big friendly giant" double team wie Marion zu sagen pflegt.

Kajaking

Einführung in die ganze Materie des Kajaking schaut so aus, dass wir aufgefordert werden uns auf die Dinger drauf zu setzen. Die Flip-Flops werden gemeinsam mit den Dry Bags am Kajak verschnürt. Nachdem das alle erledigt haben wird los gepaddelt. Wie, Wohin, Wie lange usw sind alles eher überflüssige Infos - zumindest nach Ansicht unserer Guides.

Marion und Jimmy machen gute Figur...

...Paul und ich beim Fotoshooting

Eine Zeit lang geht es über relativ offenes Wasser (= breiter Mekong) dahin, doch bald tauchen einige kleine Inseln auf, wo der Fluss auch an Geschwindigkeit zunimmt. Bei den ersten Stromschnellen gehen dann auch Paul und ich mit guten Beispiel voran und kentern das erste mal. Ist auch nicht wirklich ein Wunder, da die Guides weder verständliche, noch irgenwie durchführbare Kommandos von sich geben: "Stop! Stop!" (wir paddeln volle Kanne zurück, werden aber nicht wirklich langsamer weil uns die Strömung schon voll erfasst hat) "Paddle! Paddle!" (wir steuern grad sehr schnell und zielsicher auf eine Insel zu). Letztendlich passiert nicht viel, wir stehen im hüfthohen Wasser, sammeln unser (immer noch gesichertes) Zeug zusammen und steigen wieder auf.

Irrawaddy Delphine

Wenig später erreichen wir die Anlegestelle im Osten von Don Khon, gehen an Land und marschieren wieder zum Khon Pa Soi Wasserfall, den wir gestern schon mit dem Fahrrad besucht haben. Danach geht es (immer noch zu Fuss) weiter in den Westen der Insel wo in der Zwischenzeit unsere Kajaks hin transportiert wurden. Diese besteigen wir dort wieder um zu dem Bereich zu paddeln, wo die Irrawaddy (Süsswasser-)Delphine leben. Mitten am Wasser warten wir ab und sehen auch ein paar mal einen Delphin an die Wasseroberfläche kommen. Sie sind nicht besonders nahe, aber da es von diesen Tieren nur mehr ein paar (oder waren es ein Paar?) Hundert gibt, sehe ich mehr, als ich erwartet hätte.

Mittagspause

Wir paddeln weiter, gehen in einem kleinen Dorf wieder an Land und bekommen dort unser Mittagessen. Nach der körperlichen Betätigung nicht unbedingt zu viel für mich, einfach, aber sehr lecker.

Li Phi Wasserfall

Es geht mit dem Kajak weiter zur nächsten Anlegestelle und von dort mit dem Tuk Tuk weiter zu den Li Phi Wasserfällen, die (in Bezug auf Wasservolumen) die grössten in Südost-Asien sind.








Wenig später geht es wieder mit dem Tuk Tuk zur Fährenanlegestelle in Ban Nakasang (keine Ahnung, wie wir zurück aufs Festland gekommen sind) und von dort wieder mit dem Kajak zurück nach Don Det.

Wir geben unsere Ausrüstung zurück, trinken zur Feier des Tages (und zum Leidwesen unserer Mofa-Taxis, die warten müssen) ein Abschieds-Bier und fahren in der Dämmerung nach hause. Meinem Mofa-Fahrer geht am Weg der Sprit aus, der andere (mit dem Marion und Jimmy mit fahren) ist scheinbar so betrunken, dass er sein Gefährt kaum unter Kontrolle halten kann. Irgendwie schaffen wir es dann doch noch bis zur Brücke zwischen Don Khon und Don Det und lassen dort den Tag (jetzt entspannt) ausklingen.



Auf den letzten paar Metern "läuft" uns dann im Stockdunkel eine Schlange über den Weg

Dienstag, 31. Dezember 2013

Mit dem Fahrrad auf Don Khon

Frühstück und Mittagessen gehen heute ineinander über, wir starten sehr gemütlich in den Tag. Am frühen Nachmittag startet unser Trio dann doch wieder mit Fahrrädern zu einer zweiten Inseltour los.

Tempel (ohne Namen)

Diesmal geht es zuerst ein wenig nach Norden und dann nach Osten, wo wir auf einen kleinen Tempel stossen. Dieser hat zwei Ein-/Ausgänge und so führt uns eine vermeintliche Sackgasse weiter nach Osten.




Khon Pa Soi Wasserfall

Diesmal der Ostküste entlang geht es nach Süden zum Khon Pa Soi Wasserfall wo wir ein paar interessante Fischer-Konstruktionen entdecken. Im nahe gelegenen Restaurant gibt es eine kleine Zwischenmahlzeit (das letzte Essen ist ja schon wieder mindestens zwei Stunden her) und dann geht es weiter zum View Point, den Jimmy und ich gestern schon besucht haben. Von dort geht es weiter zum Strand von gestern und wieder zurück in die Unterkunft wo es auch schon Zeit fürs Abendessen wird.




Die Brücke zur Nebeninsel mit dem Khon Pa Soi Wasserfall mit Marion und Jimmy









Die Lokomotive beim View Point
Nach dem Abendessen haben wir kurz überlegt, Silvester noch wo eine Party zu suchen, doch die mangelnde Motivation gepaart mit sehr wenig attraktiven Angebot hat uns dann doch gegen Elf abends schlafen gehen lassen. Silvester mal anders. Ein Gutes Neues Jahr!

Montag, 30. Dezember 2013

4000 Islands

Nach dem Frühstück in der Unterkunft geht es heute Vormittag mit dem Bus von Pakse nach Ban Nakasang, das ist quasi das Sprungbrett nach Si Phan Don / 4000 Islands. Von der Bushaltestelle sind es ein paar hundert Meter zur Fähren-Anlegestelle und dort ist heute die Hölle los: Eine Riesengruppe Asiaten wartet auf das Übersetzen, mehrere Fähren kommen und gehen bis die ganze Gruppe endlich abtransportiert ist - von der ganzen Hektik davor mal ganz zu Schweigen.



Don Khon

Wenig später bekommen auch wir einen Sitzplatz in einer Fähre nach Don Khon, das nicht zu verwechseln ist mit Don Khong. Eigentlich nur durch einen glücklichen Zufall merken wir gerade noch rechtzeitig, dass wir nicht beim Zwischenstopp in Don Det aussteigen, sondern noch weiter mit der Fähre mit fahren.





Wenig später klappern wir die diversen Bungalows entlang der Küste ab und werden auch bald fündig. Marion und Jimmy haben den Jackpot: Ein sehr schöner Bungalow für 80000 Kip / 8 Euro und ich bekomme einen weniger schönen ein paar Hütten weiter für 50000 Kip.

Fahrrad-Erkundung

Marion ist müde und chillt ein wenig, Jimmy ist aufgedreht und ich irgendwo dazwischen. Also starten wir Männer los und erkunden die Insel entlang der einzigen "Strasse" (ein lehmiger Schotterweg). Wir finden ein paar Möglichkeiten Fahrräder auszuleihen und da sie sich in Qualität und Preis kaum unterscheiden (1-Gang-Rad ohne nennenswerte Bremsen und Extras für 10000 Kip / 1 Euro pro Tag) schnappen wir bei nächster Gelegenheit zwei und radeln los.

Wenig später, im Nordwesten der Insel, befindet sich die Brücke hinüber zu Don Det wo wir darauf aufmerksam gemacht werden, dass wir sowohl für die Brücke, als auch für die Weiterfahrt auf Don Khon 25000 Kip / 2,50 Euro bezahlen müssen. Das steht auch so im Reiseführer, da das Ticket gleichzeitig als Eintritt für den nahe gelegenen Wasserfall gilt. Jimmy bleibt hart: Er erklärt den Mädels in dem kleinen Kassierer-Häuschen (die später den Spitznamen Toll Trolls erhalten werden), dass wir weder über die Brücke, noch zu den Wasserfällen wollen (was auch stimmt) und daher nicht bezahlen. Sie protestieren zwar, halten uns aber auch nicht auf, als wir in Schrittgeschwindigkeit (mehr geht kaum wegen den Rad-/Strassenverhältnissen) weiter fahren.

Beach

Im Südwesten der Insel entdecken wir einen kleinen Sandstrand mit einem Restaurant. Recht nette Atmosphäre hier - es kommt fast ein wenig Meer-Feeling auf - obwohl wir "nur" auf eine Insel im Mekong-Fluss sind. Von hier kann Mensch auch Bootstouren zu den Irrawaddy (Süsswasser-)Delphinen oder zu den Wasserfällen buchen/starten. Wir lassen das jetzt mal, spazieren ein wenig am Strand herum, leisten uns eine Erfrischung und radeln dem Südende der Insel entlang weiter Richtung Osten.

View Point

Am südöstlichsten Ende befindet sich ein Aussichtspunkt. Auch von hier werden Boots-Touren angeboten. Auch eine alte Lokomotive ist hier ausgestellt. Mit dieser wurde ein Kriegsschiff über die Insel den Mekong entlang transportiert bzw. auch Teakholz transportiert.




Dann wird es Zeit für die Heimfahrt. Wir radeln über die Strasse durch die Mitte der Insel wieder zurück zu unserer Unterkunft und bekommen unser Abendessen gerade rechtzeitig zu einem farbenprächtigen Sonnenuntergang.